Anke Johannmeier

„Wenn nichts mehr geht, geh’ laufen“

Diesen Spruch habe ich im Lauftipps-Forum im Internet gelesen und fühlte mich sofort persönlich angesprochen.

Für mich gibt es mittlerweile nichts entspannenderes und befreienderes mehr, als ein lockeres Läufchen durch die Natur.



Nach einer Zeit, die geprägt war durch beruflichen Stress, der bis zu körperlichen Schmerzen ging, habe ich mit dem Laufen den optimalen Ausgleich gefunden. Bei meinen Läufen, die ich, wenn irgend möglich 4 mal die Woche mache, lasse ich meine Gedanken fliegen. Dabei habe ich in Gedanken schon so manches Problem gelöst, das mich schlaflose Nächte gekostet hat. Das geht manchmal so weit, dass ich im Kopf schon ganze Schriftstücke verfasst habe. Zurück am Schreibtisch sprudeln dann die Gedanken und Worte nur so aus mir heraus.



Natürlich kam dann irgendwann der Punkt, wo mich der Ehrgeiz packte. „Schaffe ich auch 20km? Oder gar einen Marathon?“ Oder: „Ein Wettkampf wäre auch schön“ Andere Läufer kennenlernen und gemeinsam laufen.



Da ich ein begeisterter Zuschauer des Frankfurt Marathon bin, war das Fernziel nach kurzer Zeit klar: Da will ich auch einmal mitmachen.



Dieses Jahr ist es nach fast 2 Jahren Vorbereitung endlich soweit. Ich werde meinen ersten Marathon laufen. Natürlich in „meinem Frankfurt“.



Trotz allem Ehrgeiz steht für mich der Genuss an erster Stelle, darum habe ich auch keine Zielzeit für diesen Marathon geplant. Ich laufe mit viel Spass und werde diesen Tag in vollen Zügen geniessen. Denn wenn es geschafft ist gilt: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt.

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